Unterschied Geldwert/ Sachwerte

Geldwerte beruhen genau genommen auf Papierscheine, auf die ein Betrag aufgedruckt worden ist. Dabei ist der Wert des Papiers für alle Geldnoten gleich. Der eigentliche Wert, den ein Schein verkörpert, wurde früher durch einen Gegenwert an Gold vom Staat garantiert, heute steht dem Wert die Wirtschaftskraft des Staates gegenüber.

Bekannte Anlageformen in Geldwerten:
alle Arten von Kontoguthaben (Sparkonten, Festgeldkonten etc.)
Bundesschatzbriefe, Finanzierungsschätze und andere Staatswertpapiere
alle Arten von sonstigen festverzinslichen Wertpapieren
Guthaben in Lebens- und Rentenversicherungen
Guthaben in Bausparverträgen
alle Arten von Zertifikate

Im Gegensatz dazu stehen Sachwerte, diese beruhen immer auf einer greifbaren Sache.
Ihr tatsächlicher Wert richtet sich ganz konkret nach dem aktuellen Marktwert nach dieser Sache. Also bestimmen das Angebot und die Nachfrage den Wert. Dieser Wert ist unabhängig von Wirtschaftskraft, Staatsverschuldung und Inflation, denn die Sachwerte bewahren immer einen Wert.

Bekannte Anlageformen bei Sachwerten:
Edelmetalle in Form von Anlagemünzen und Barren
Rohstoffe/Bodenschätze
Immobilien (Grundstücke, Häuser, aber auch Bergbaugebiete und Rohstoffvorkommen)
Unternehmensbeteiligung z.B. in Form von Aktien, Private Equity-Beteiligungen (soweit zu den Vermögenswerten des Unternehmens Sachwerte zählen- somit indirekt)

Weisheiten zum Thema Sachwert:
"Gold repräsentiert immer noch die höchste Zahlungsform der Welt ... Papiergeld wird, im Extremfall, von niemanden entgegengenommen, Gold dagegen wird immer angenommen!"
"Gold halte ich vor allem langfristig für interessant. Anders als bei Staatsanleihen ist man hier nicht von Gläubigern abhängig, das könnte noch einmal sehr wichtig werden."